Energieeffizienz - Energieausweis
Der Energieausweis kann sowohl einem Vermieter als auch einem Mieter als Instrument gute Dienste erweisen. In ihm wird festgehalten, wie hoch der Energiebedarf oder –verbrauch des jeweiligen Gebäudes ist, für das er erstellt wurde. Teilweise ist ein Energieausweis zur Dokumentation der Energieeffizienz für ein Gebäude mittlerweile zur Pflicht geworden. Ein Vermieter muss solch einen Ausweis auf Wunsch des Mieters ebenso vorzeigen wie ein Verkäufer einer Immobilie dem potenziellen Käufer. Wer seine bereits gebaute Immobilie ausschließlich selbst nutzt und keine Modernisierung plant, benötigt den Ausweis erst einmal nicht.
Energieausweis – nützlich für Mieter und Vermieter
Generell gibt es beim Energieausweis für Energieeffizienz zwei Varianten. Sie nutzen als Grundlage für die energetische Bewertung einer Immobilie entweder den Energiebedarf oder den Energieverbrauch. Die Variante mit Nutzung des Energiebedarfs ist dabei die genauere und ausführlichere, in die etwa auch Werte der Wärmedämmung eines Gebäudes einfließen. Beim Verbrauchsausweis wird dagegen nur der Energieverbrauch der letzten Jahre als Basis der Bewertung genutzt. Der Eigentümer der Immobilie ist keineswegs stets frei in seiner Entscheidung, welchen Energieausweis zur Dokumentation der Energieeffizienz er vorlegt. Bei den meisten bestehenden Gebäuden bleibt die Wahlfreiheit: Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis sind zulässig. Anders sieht das etwa bei Neubauten, Modernisierungen und größeren Um- oder Anbauten aus, bei denen Ingenieure den Energiebedarf messen: Hier ist ausschließlich der Bedarfsausweis zulässig.
Energieausweis für Energieeffizienz
Der Energieausweis für Energieeffizienz bietet potenziellen Mietern und Käufern von Häusern die Möglichkeit, die Energieeffizienz oder auch mangelnde Energieeffizienz eines Gebäudes in die Entscheidung für oder gegen Miete oder Kauf des Gebäudes einfließen zu lassen. In Zeiten steigender Energiekosten kann diese Transparenz sehr wertvoll sein. Der bundesweite Heizspiegel 2009 des Deutschen Mieterbundes berichtete etwa über eine Steigerung der Heizkosten im Jahr 2008 um siebzehn Prozent. Energiebedarf und –verbrauch werden damit zu einem hohen Kostenfaktor, der die Entscheidung fördern könnte, Energiefaktoren in die Auswahl einer Miet- oder Kaufimmobilie einzubeziehen. Vermieter oder Verkäufer haben immer dann durch den Energieausweis einen Vorteil, wenn ihr Gebäude besonders wenig Energie verbraucht. So etwas beispielsweise in einer Vermietungsannonce zu erwähnen, könnte die Anzahl potenzieller Mieter mittlerweile steigen lassen.